aus d. Orgel- "Concerto a-Moll" (BWV 593/II): Sozusagen aus zweiter Hand entstand der 1. Satz aus dem Orgelkonzert a-Moll (BWV 593/II) als Bearbeitung für das PQB. Bach selbst bearbeitete seinerzeit ein Vivaldi- Violinkonzert. Der vollständige Titel dieser (Bachschen) Bearbeitung lautet: "Concerto del Signore Antonio Vivaldi accommodato per l' Organo a 2 Clav. e Pedale dal Signore Giovanni Sebastiano Bach. L'Estro armonico. Opera III. Libro II. Concerto VIII."
aus "Newe außerlesene Paduanen/ Galliarden/ Cantzonen/ Allmand vnd Coranten/ so zuvor niemals in Truck kommen/ auff allen Musicalischen Instrumenten lieblich zu gebrauchen. Componiert durch Wilhelm Brade Engl: Fürstl: Holsteinisch: so wol der Statt Hamburg bestellter Violist vnd Musicus. Gedruckt zu Hamburg Durch Philippi von Ohr Erben. In Verlegung Michael Herings/ Buchführer daselbst/ Im Jahr 1609."
"Gut G'sellen und auch kühler Wein...", "Herzliebster Wein, von mir nit weich...", "Nur närrisch sein ist mein Monier...", "Wem wöll' wir diesen Rebner bringen...", "Sant Martin wöllen loben wir..."
aus: "Außerlesener Paduanen vnd Galliarden Erster Theil. Darinn 24.liebliche Paduanen auch so viel Galliarden zu fünff Stimmen auff allerley Instrumenten/ vnd insonderheit auff Violen zu gebrauchen/ verfasset. Die bevor nie in Truck außgegangen/ jetzt aber allen der Music Liebhabern (so den Text nicht brauchen) zu Nutz vnd Frommen colligirt/ vnd mit Verlegung an Tag gegeben/ Durch Zachariam Füllsack/ vnd Christian Hildebrand/ eines Erbaren Raths der löblichen Statt Hamburg bestellte Instrumentalisten.1607. Hamburg/ bey Philip von Ohr."Der vollständige Titel der Ausgabe von 1599 lautet: "PAVANS, GALLIARDS, ALMAINS, AND/ other short Æirs both grave, and light, in five parts, for Viols, Violins/ or other Musicall Wind/ Instruments./ Made by Anthony Holborne Gentleman and/ Servant to her most excellent Maiestie./ Imprinted at London in little Saint Hellens by William Barley, the/ Assigne of Thomas Morley, and are to be sold at his/ shop in Gratious-street. 1599./ Cum privilegio ad Imprimendum solum."
Die Sätze: 1.) Paduana "Patiencia", 2.) Galliard "Ecce quam bonum", 3.) "The Honie suckle", 4.) Galliard "Hermoza" 5.) "Heigh ho holiday"
österreichischer Komponist, Organist und Orgelbauer. Über seine frühen Lebensjahre ist wenig bekannt. Ab 1602 wirkte er als Organist in Horn, ab 1609 in gleicher Stellung in Steyr. Peuerl wurde als einer der ersten Meister der Variationssuite bekannt und hat als solcher besonders auf J. H. Schein gewirkt. (H. Seeger, Musiklex., 1966 by DVfM)
aus "Weltspiegel/ Das ist: Newe teutsche Gesänger/ von Freud vñ Leid/ Glück vnnd Tück/ dieser Welt/ samt zweyen Canzonen, welche nit allein zu singen/ sondern auff mancherley Instrumenten lustig zu gebrauchen/ mit 5. Stimmen componiert vnd in Druck verfertigt -Durch- Pauln Peuerl/ der seit der löblichen Statt Steyer in Oesterreich ob der Ens/ bestellten -Organisten- Gedruckt zu Nürnberg/ durch Abraham Wagemann MDCXIII."
"Hora decima musicorum lipsiensium Oder Musicalische Arbeit zum Abblasen Um 10. Uhr Vormittage in Leipzig Bestehend in 40. Sonaten mit 5. Stimmen/ als 2. Cornetten und 3. Trombonen, inventirt, componiert und Auff Anhalten vieler guten Freunde heraus geben Von JOHANNE PEZELIO. Leipzig In Verlegung Georg Heinrich Frommanns/ Drucks Johann Köler/ Im Jahr 1670"
"JOHANNIS PEZELII Fünff-stimmigte blasende Music, Bestehend In Intraden, Allemanden, Balleten, Courenten, Sarabanden und Chiquen, Als Zweyen Cornetten und dreyen Trombonen. Frankfurt am Mayn/ Drucks und Verlags Balthasar Christoph Wusts/ Anno M.DC.XXCV."
Die Sätze: Volte du Tambour, La Bourrée, Volte du Tambour, Sarabande, Bransle de la Torche, Ballet des Matelotz, Ballet des coqs, Volte du Tambour
"'4:1' behandelt im wesentlichen nicht nur die Frage des 'Miteinander - aber wie?'. Die Grundhaltung des Musizierens ist also notwendig eine gestische. Es geht um den Versuch von fünf Solisten, über mehrere Anläufe (oder Sätze) zu einer gemeinsamen Sprache zu gelangen. In diesem Prozeß geschehen verschiedenartigste Bewegungen und Auseinandersetzungen zwischen den Spielern, wobei der Zufall den Verlauf des scheinbaren Disputs wesentlich bestimmt. Besonders im vierten und letzten Satz kommt es zu scharf kontrastierenden Artikulationsweisen der Beteiligten. Gleich einem Rundtischgespräch bleibt der Schluß des Stückes offen. Lediglich ein scharfer Impuls verweist auf einen möglichen neuen Versuch." (Lutz Glandien). Diese Komposition entstand als Auftragswerk des Bezirksverbandes der Komponisten und des Magistrats von Berlin, ist am 22.01.1986 vom "Posaunenquintett Berlin" im Schauspielhaus Berlin uraufgeführt worden und ist 1988 beim "Verlag Neue Musik" erschienen.
Helge Jung war von 1961-1969 in der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" in Berlin zunächst als Student (Komposition bei Wolfgang Hohensee, Günter Kochan, Rudolf Wagner- Régeny; Klavier bei E. Ander, R. Dunckel; Fagott bei F. Finsch; Dirigieren bei H. Müller) und später als Aspirant mit Lehrauftrag tätig. 1969-77 war er Lektor/ Cheflektor im "Verlag Neue Musik Berlin", 1970-78 zusammenarbeitend mit singenden Schauspielern als Pianist und Ensembleleiter und 1978-85 Pianist/ Korrepetitor beim "Rundfunkkinderchor Berlin" sowie beim "K. v. Ossietzky- Kammerchor Berlin". Seit 1978 ist er freischaffend tätig.Sein Schaffen umfaßt -mit Ausnahme der Oper- alle musikalischen Genres, was ihm jeglichen Schubfachdenken entzieht. Seine auch abseits modischer Tendenzen positionierten Beiträge zur zeitgenössischen Sinfonik (Trois Poésies Françaises, 2 Klavierkonzerte, Flötenkonzert, Violinkonzert, Orchestermusik I-III),Kammermusik (3 Streichquartette, Suite galante généreuse, Kammerkonzert I-III, Topographien) und Vokalmusik (Aus-Flüge, ...von Goethe, Deroselben Joh: Seb: Bach, Extravaganzen; Chöre und Vokalsinfonik) wurden mit einer Reihe renomierter Preise ausgezeichnet und können auf Aufführungen weit über Deutschland hinaus verweisen.
"Die Struktur der 'PQB- Serenade' ist so angelegt, daß nach zwei Takten eigentlich alles gesagt ist, was zu einem Tango zu sagen bleibt. Das weitere stellt sich als -zigfache Variation ebendieses Modells heraus. Die Entstehungszeit spielt unbedingt eine Rolle: Um den 20. November 1989 geschrieben, wird der Zerfall lang gewohnter Strukturen nachgezeichnet; zum anderen erweist sich der burschikose Gestus als stark verunsichert; es gelingt eigentlich nichts, außer Bruchstücke." (Helge Jung). Dieses Werk wurde am 18.01.1990 im Berliner "Club der Kulturschaffenden" vom "PQB" uraufgeführt. Inzwischen gibt es ein Pendent dazu: "Aubade à PQB" (1993), einen Quick-Step, der die seither errungene Ordnung seziert.
geboren am 02.10.1930 in Luckau/ Niederlausitz, studierte 1946-1950 an der Hochschule für Musik in Berlin-Charlottenburg bei K. F. Noetel und H. Wunsch, Kontrapunkt bei Boris Blacher und war danach, von 1950-1953 Meisterschüler an der Deutschen Akademie der Künste Berlin bei Hanns Eisler. 1965 wurde er Mitglied der Akademie der Künste in Berlin/DDR. Seit 1966 ist er Professor für Komposition an Hochschule für Musik "Hanns Eisler" in Berlin.
"Schneiders Höllenfahrt" (1993) ist eine Volksliedparaphrase über "Es wollt ein Schneider wandern", einem lustigen Volkslied aus der Gegend um Stuttgart, in dem ein Schneider wandern ging, den Teufel traf und bei ihm in Stellung trat mit der Aufgabe, alle Teufel zu kleiden. Nachdem er sie mit der Elle verprügelte, mit der Schere ihre Schwänze abschnitt, mit dem heißen Bügeleisen arg zurichtete und anderes schlimmes antat, ward er aus der Hölle gejagt. Seitdem holt kein Teufel mehr einen Schneider in die Hölle, meint die Geschichte dieses Liedes.
...unter Einbeziehung von Zitaten aus Musiken von Wolfgang Amadeus Mozart..., Zitate aus dem Rondo der Sonate in A-dur (Nr. 11)-1779 für Piano solo und aus "Eine kleine Nachtmusik"
CANTUS 1, ruhig/ Intermezzo vivo, lebhaft/ CANTUS 2, sehr ruhig
"La serenade interrompue", "La fille aux cheveaux de lin", "Des pas sur la neige", "Minstrels".,